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Beitrag 1 - 23.08.2017

 

 

Gruppenfoto der SeminarteilnehmerInnen

Vorbereitungsseminare

Der Termin meiner Abreise rückt immer näher und die Spannung (zumindest bei mir) steigt!:) Ein wesentlicher Teil meiner Vorbereitung für Kenia bestand aus zwei fünftägigen Vorbereitungsseminaren meiner Entsendeorganisation AFS, von denen ich euch jetzt ein bisschen berichten werde. Beide Seminare fanden in Mitteldeutschland statt, das erste in Hann Münden und das zweite in Marburg.

 

Das erste Seminar Ende Juli…

 

Die Thematik des ersten Seminars war interkulturelles Lernen, die eigene Rolle als weltwärts Freiwilliger, Hilfestellungen beim Umgang kultureller Disparitäten und das Thema Eurozentrismus, sowie verschiedene Kommunikationsstile. Es ging hier also schwerpunktmäßig um Freiwilligendienste in einer fremden Kultur allgemein. Zusätzlich kam an einem Mittag unser Ansprechpartner aus dem AFS Büro in Hamburg, um uns Freiwilligen die Möglichkeit zu geben, ihn auch mal persönlich (sonst immer nur über E-Mail) kennen zu lernen, sowie alle möglichen organisatorischen Fragen beantwortet zu bekommen. Neben den wirklich sehr guten thematischen Inhalten, die uns vermittelt wurden, hatten wir auf den Seminaren auch die Chance, unsere 21 Mitfreiwilligen, von denen 20 wie ich nach Kenia und ein Mädchen nach Tansania gehen, kennen zu lernen, was mich persönlich extrem gefreut hat.

 

Es ist ein sehr beruhigendes und schönes Gefühl, sich mit - im Hinblick auf den Freiwilligendienst - gleichgesinnten tollen Menschen auszutauschen, die ganz genau das Selbe vor sich haben und sich die gleichen Gedanken machen! Außerdem hatten wir die Möglichkeit, auf einer Landkarte von Kenia festzuhalten, an welchen Orten wer von uns sich während seines Freiwilligendienstes befindet, sodass man sich, falls man reisen möchte, besuchen kann. Zusätzlich boten die Seminare die Möglichkeit, sich mit unseren 5 bzw. während des zweiten Seminars 6 Teamern (also Leitenden) auszutauschen, welche alle ehemalige AFS Freiwillige waren. Ich habe es auf jeden Fall als sehr hilfreich empfunden, mit Leuten, die diese Auslandserfahrung schon gemacht hatten zu sprechen und sich Tipps zu holen.

 

Das zweite Seminar im August...

 

Die zweite Seminarwoche bestand eher aus Themen länderspezifischer Inhalte.

 

Am ersten Abend, war eine Vernissage geplant, an der jeder eine kleine Präsentation, die er/sie in der Zeit zwischen den Seminaren vorbereitet hat, zu verschiedenen Themengebieten über Kenia vorgetragen hat. So konnte man sich durch das Erarbeitete seiner Mitfreiwilligen schon Wissen über Kenia aneignen. Ein Länderabend, mit typisch kenianischer Musik, Kleidung und Essen ergänzte das Ganze noch! Was sich an der zweiten Seminarwoche außerdem als sehr hilfreich herausgestellt hat, war ein sogenannter „Returnee Talk“. Für dieses Gespräch kamen extra vier ehemalige Kenia-Freiwillige in unsere Jugendherberge angereist,  die wir erneut alles fragen konnten, was uns auf dem Herzen lag und die alle bereitwillig Auskunft gaben! So hat sich noch einiges aufklären können... :) 

 

Was mir während der gesamten AFS-Seminarvorbereitungszeit ebenfalls sehr positiv aufgefallen ist, war die tolle Gemeinschaft, die entstanden ist, sowie ein extrem freundlicher und angenehmer Umgang zwischen Teamern und Teilnehmenden auf Augenhöhe. Wirklich alle Leitenden waren unglaublich freundlich, herzlich, ehrlich interessiert an unserem Wohlergehen, sowie kompetent und gut auf die Einheiten vorbereitet. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an alle Verantwortlichen! :)

 

In sogenannten „Inselgruppen“, bei denen wir jeden Abend in einer Gruppe aus ca. 4 Teilnehmenden sowie einem Teamer zusammen saßen und uns in einem geschützten, kleinen Rahmen über Probleme, Gefühlszustände sowie auch einfach über Blödsinn austauschen konnten, hatte man über die gesamten Seminartage auch noch vertiefter die Chance, einige Leute sehr gut kennen zu  lernen und mehr übereinander zu erfahren.

 

Jeder wurde so akzeptiert wie er ist…

 

Abschließend kann meinerseits zu den Seminartagen gesagt werden, dass ich diese als äußerst positiv und hilfreich erlebt habe und unglaublich dankbar bin, für das Schärfen unserer Wahrnehmung im Hinblick auf die Verantwortung, die wir als deutsche Freiwillige in einer anderen Kultur haben.

 

Die meisten Inhalte, die uns vermittelt wurden, waren sehr interessant und sicherlich sehr hilfreich, für ein Leben in einer unbekannten Kultur. Am meisten habe ich aber die entstandene Gemeinschaft genossen, in der jeder so wie er ist akzeptiert wurde und ich persönlich unglaublich tolle und sympathische Leute kennen lernen durfte, mit denen ich super viel Spaß hatte und in Kenia sicherlich auch noch haben werde! :)

 

Liebe Grüße 

Rose